Linz gilt als Industriestadt. Im Firmenbuch sieht man davon wenig direkt: Industrie und Produktion stellen 3,8 Prozent der Linzer Firmen, genau so viel wie in den übrigen Städten. Das Register zählt Firmen, nicht Größe; ein Stahlwerk ist ein Eintrag. Was man sieht, ist das Umfeld. Beteiligungsgesellschaften und Privatstiftungen, Ingenieurbüros und Softwareentwickler, Werbeagenturen, Stahl-Großhändler, Stromhändler und Leiharbeitsfirmen haben in Linz einen größeren Anteil am Bestand als in fast jeder anderen Großstadt. Dafür ist die Stadt dünner mit Firmen besetzt als der Österreich-Schnitt, und Gastronomie, Bau und Verkehr bleiben unter dem Städtewert. Grundlage sind 7.625 eingetragene Firmen, verglichen mit den übrigen 198 Städten des Landes.
Bestand und Dichte

Der Branchen-Mix

Einzelne Branchen, die auffallen

Zuwachs

Rechtsformen

Methode
Wir haben die im Firmenbuch eingetragenen, aktiven Unternehmen mit Sitzadresse in der jeweiligen Stadt ausgewertet; Einzelunternehmen ohne Firmenbucheintrag sind nicht erfasst, was Branchen mit vielen Kleinstbetrieben (Handel, Gastronomie, Gewerke, freie Berufe, Arztpraxen) in allen Städten gleichermaßen untererfasst. Der Städte-Filter der Firmenbuch-API ist ein Contains-Match; die Treffer werden exakt nachgefiltert und mit der Städtegruppierung der API abgeglichen (Abweichung für Linz: 0,2 Prozent). Der Städte-Zensus stammt vom 31.07.2026, der nationale Gesamtbestand von 345.753 aktiven Firmen und die österreichweiten Branchenzahlen vom 20.08.2026 beziehungsweise aus dem 30-Tage-Cache. Vergleichsbasis sind die 199 österreichischen Städte laut Stadtrechtsliste; „übrige Städte" meint die 198 anderen zusammen (201.578 Firmen, gut die Hälfte davon in Wien). Großstädte sind hier Städte ab 50.000 Einwohnern, derzeit elf. Branchenanteile beziehen sich auf Firmen mit ÖNACE-Code (Linz: 7.162 von 7.625; 463 Firmen ohne Code fehlen in Mix und Faktoren). Die Cluster fassen ÖNACE-Abteilungen zusammen: Immobilien 68; Handel 45 bis 47; Finanz und Versicherung 64 bis 66; Beratung und Holdings 70; IT, Technik-Büros und Forschung 62, 63, 71, 72; Industrie 05 bis 33; Bau 41 bis 43; Gastronomie und Beherbergung 55, 56; Verkehr 49 bis 53; Recht, Steuer und Werbung 69, 73, 74; Gesundheit und Soziales 86 bis 88; Bildung, Kultur und Sport 85, 90 bis 93. Der Faktor einer Einzelbranche ist ihr Anteil an den Linzer Firmen, geteilt durch ihren Anteil in den übrigen Städten; ausgewählt wurde nach der statistischen Untergrenze des Faktors (95-Prozent-Poisson-Intervall), damit kleine Zufallsgruppen nicht oben stehen. Reine Realitäten-, Beteiligungs- und Beratungscodes sind aus der Einzelbranchen-Liste ausgeklammert, weil sie in jeder Stadt ganz oben stünden; sie stecken in den Clustern. Städtereihungen zeigen nur Städte mit mindestens drei Firmen der Branche, sonst würde eine einzelne Zeile ein konkretes Unternehmen identifizieren. „Asphaltmischwerke" ist unser Label für den ÖNACE-Code 23.99 (Herstellung von sonstigen Mineralerzeugnissen a.n.g.); die 15 Linzer Einträge wurden am 31.07.2026 namentlich geprüft, 13 tragen „Asphalt" im Namen. Für die 81 Firmen österreichweit gilt der volle Sammelcode. Das Gründungstempo ist der Durchschnitt der Neueintragungen 2021 bis 2025, bezogen auf den heutigen Bestand. Die Jahrgangsreihe zählt heute noch eingetragene Firmen nach Eintragungsjahr; das Firmenbuch wurde 1991/92 digitalisiert, ältere Eintragungen sind auf 1992 zensiert, weshalb die Reihe erst 2010 beginnt. Einwohner: Statistik Austria (POPREG); Österreich-Einwohner: Wikidata, Stand 2022. ÖNACE-Zuordnung: Statistik Austria. Rechtsform laut Firmenbuch.
