Die Firmenakte stellt ihre API auch als MCP-Server bereit. MCP (Model Context Protocol) ist das Format, in dem KI-Assistenten wie Claude externe Werkzeuge einbinden. Ist der Server als Konnektor verbunden, kann Claude im Chat selbst im Firmenbuch nachschlagen, Personen und Verflechtungen suchen, Gewerbeberechtigungen und Edikte abrufen und Kennzahlen aus Jahresabschlüssen nennen – ohne dass Sie eine Anfrage formulieren oder einen API-Key im Client hinterlegen.
Voraussetzungen
- Ein Firmenakte-Konto mit einem API-Key. Den Key legen Sie einmal im Dashboard unter firmenakte.at/app/api an. Er wird nicht im Client eingetragen; der Server verwendet ihn serverseitig für das angemeldete Konto. Ohne einen angelegten Key antwortet die API mit 401.
- Claude (Web, Desktop oder Mobile) mit der Möglichkeit, eigene Konnektoren hinzuzufügen, oder ein anderer MCP-Client, der streamable HTTP und OAuth unterstützt – etwa Claude Code, Cursor oder n8n.
Die Daten des Servers
- Endpoint:
https://mcp.firmenakte.at/mcp - Transport: Streamable HTTP
- Anmeldung: OAuth mit dem Firmenakte-Konto Mehr braucht ein Client nicht. Ein Name für den Konnektor ist frei wählbar, zum Beispiel „Firmenakte".
Schritt 1: Den Konnektor in Claude hinzufügen
- In Claude unter Einstellungen → Konnektoren auf Benutzerdefinierten Konnektor hinzufügen gehen.
- Als Name „Firmenakte" und als URL
https://mcp.firmenakte.at/mcpeintragen und speichern. - Beim ersten Verbinden öffnet Claude die Anmeldeseite von firmenakte.at. Dort melden Sie sich mit Ihrem Firmenakte-Konto an und erteilen die Freigabe. Danach erscheint der Konnektor in der Werkzeugliste eines Chats und lässt sich dort ein- und ausschalten.
Schritt 2: In anderen Clients
Claude Code, Cursor und ähnliche Werkzeuge nehmen denselben Server über eine Konfigurationsdatei an: PAYLOADCODEBLOCK0 Auch hier öffnet der Client beim ersten Verbinden die Anmeldung bei firmenakte.at. In n8n wird der Server über den MCP Client-Node mit derselben URL eingebunden.
Was der Agent damit kann
Der Server erzeugt aus der OpenAPI-Spezifikation der API ein Werkzeug je Endpoint, derzeit 36. Die Namen folgen den Routen: GET_apiv1businesses ist der Screener, GET_apiv1businessesfnr das Firmenprofil, GET_apiv1businessesfnrsimilar liefert ähnliche Unternehmen. Abgedeckt sind
- Unternehmen: Screener, Firmenprofil, ähnliche Unternehmen, Treffermenge, Namensindex
- Personen: Suche nach Name oder Funktion, Personenprofil mit allen eingetragenen Funktionen
- Verflechtungen: Beteiligungs- und Funktionsgraph zu einem Unternehmen oder einer Person
- Gewerbe: GISA-Katalog, Berechtigungen einer Firma, Gewerbeauszug als Dokument
- Edikte und Dokumente: Ediktsdatei-Feed, Jahresabschlüsse und weitere Dokumente
- Änderungen: die Change-Feeds, einzeln und aggregiert
- Kataloge: ÖNACE, Rechtsformen, Firmenbuchgerichte, Funktionscodes, Orte und Postleitzahlen
Eine Frage wie „Welche aktiven GmbHs in Linz haben mehr als 50 Mitarbeiter?" beantwortet Claude dann mit einem Aufruf des Screeners; „Wer ist bei der Firmenbuchnummer 34853f geschäftsführend, und in welchen anderen Firmen sitzen diese Personen?" wird zu einem Firmenprofil und einem Blick in den Verflechtungsgraphen. Eine Einschränkung: die Range-Filter auf einzelne Bilanz- und GuV-Kennzahlen wie
guv.Umsatzerloese_gtesind aus den Screener-Werkzeugen herausgenommen, weil das Eingabeschema sonst so groß wird, dass Clients das Werkzeug verwerfen. Filter wie Ort, Postleitzahl, ÖNACE-Code, Rechtsform, Mitarbeiteranzahl und Aktiv-Status bleiben. Wer nach Kennzahlen filtern will, verwendet die REST-API direkt – zum Beispiel wie in den Leitfäden zu n8n, Zapier und Google Sheets beschrieben.
Kontingent
Jeder Werkzeugaufruf ist ein Request an die API und zählt auf das monatliche Requestkontingent des Plans des angemeldeten Kontos. Der Stand ist im Dashboard unter firmenakte.at/app/api sichtbar. Für das Lesen der Dokumentation ohne Werkzeugaufrufe gibt es https://docs.firmenakte.at/llms.txt und https://docs.firmenakte.at/openapi.json.